Fortbildung Landgestüt Celle

Vom 26.-27.1.2023 findet eine zweitägige Fortbildungsveranstaltung am Landgestüt Celle im Rahmen der Fortbildungsreihe "Gynäkologie des Pferdes" in Kooperation mit den deutschen Landgestüten statt.

Im Workshop "Management der Problemstute", der Vortragsveranstaltung "Fit in die Zuchtsaison" und dem Workshop "Klinische Fälle" werden Teilnehmern mit unterschiedlicher Erfahrung in der Gynäkologie des Pferdes aktuelle Diagnostik- und Therapieempfehlungen in Theorie und Praxis vorgestellt und in familiärer Atmosphäre diskutiert. Die einzelnen Module bauen aufeinander auf und können separat gebucht werden.

In der kostenlosen Diskussionsrunde "Personalentwicklung und Pferdemedizin 4.0" nach der Mittagspause werden gemeinsam Wege erarbeitet, um die Attraktivität der Pferdemedizin zu steigern und zukunftsfähig zu machen.

Zu der Fortbildungsveranstaltung in Celle werden zahlreiche ehemalige Doktoranden und Freunde des Landgestüts erwartet, wodurch der gesellige Donnerstagabend etwas ausgiebiger ausfallen könnte - wenn es die Coronalage endlich wieder erlaubt. Daher bitten wir bei der Fortbildungsveranstaltung in Celle um eine separate Anmeldung zum geselligen Abend.

Workshop "Management der Problemstute"

Schwerpunkte des fünfstündigen Workshops „Management der Problemstute“ am Donnerstagvormittag, dem 26. Januar 2023 sind die aktuellen Empfehlungen zur Endometritisdiagnostik, die Uterusbiopsiediagnostik und aktuelle Empfehlungen zur Endometritistherapie aus Wissenschaft und Praxis. Im Anschluss an die Vorträge mit viel Raum für die Diskussion mit erfahrenen Pferdegynäkologen werden in Kleingruppen von max. 5-7 Teilnehmern klinische, labordiagnostische und forensische Problemstuten-Fälle gemeinsam erarbeitet. In einem rotierenden System können sowohl Berufsanfänger als auch Kollegen mit Gynäkologie-Erfahrung von den aktuellen Empfehlungen zu Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten und zahlreichen Praxistipps profitieren. Abschließend schaltet sich Camilla Scott von Rossdales online aus England zu, um in ihrem Vortrag "The barren mare work-up- tips and tricks in stud farm medicine" sehr praxisnah auf das Management der güsten Problemstute einzugehen.

Zeitplan, Referenten, Teilnahmegebühr und beantragte ATF-Stunden

Blick über den Tellerrand "Personalentwicklung und Pferdemedizin 4.0"

Die Tiermedizin befindet sich aktuell in einem Wandel, von dem die Pferdegynäkologie in dem Spagat zwischen saisonal-arbeitsintensiver Gynäkologie, Arbeitszeitgesetz, dem Strukturwandel in der Pferdezucht und Betriebswirtschaft besonders betroffen ist.

Ziel der kostenlosen Diskussionsrunde mit Impulsvorträgen am Donnerstag, dem 26. Januar 2023 von 14:15 bis 15:30 Uhr ist es, die Marktsituation zu verstehen und gemeinsam Wege zur langfristigen Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit sowie Teamstärkung zu finden, um die Attraktivität der Pferdemedizin zu steigern. Ein weiterer Fokus liegt auf der Diskussion, welche Chancen Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Telemedizin für den tierärztlichen Beruf bieten.

Zeitplan, Referenten, Teilnahmegebühr und beantragte ATF-Stunden

Vortragsveranstaltung Fit in die Zuchtsaison

Im Rahmen der dreistündigen Vortragsveranstaltung am Donnerstagnachmittag, dem 26. Januar 2023 werden aktuelle Fragestellungen aus dem Bereich der Reproduktionsmedizin des Pferdes diskutiert und praxisrelevante Themen des BEVA 2022, AAEP 2022, des West Coast Symposiums 2022 und die aktuelle Literatur in deutscher Sprache zusammengefasst. Im Anschluss an die Vorträge gibt es viel Raum für die Diskussion mit erfahrenen Pferdegynäkologen, bevor der Fortbildungsabend bei einem Imbiss in geselliger Runde ausklingt.

Zeitplan, Referenten, Teilnahmegebühr und beantragte ATF-Stunden

Workshop "Klinische Fälle"

Im Rahmen des Workshops „Klinische Fälle“ am Freitag, den 27. Januar 2023 werden vormittags in Kleingruppen von max. 5-7 Teilnehmern klinische, labordiagnostische und forensische Fälle aus dem gesamten Spektrum der Gynäkologie und der Reproduktionmedizin des Pferdes intensiv diskutiert. In einem rotierenden System mit fünf bis sechs Stationen können sowohl Berufsanfänger als auch Kollegen mit Gynäkologie-Erfahrung von den aktuellen Empfehlungen zu Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten und zahlreichen Praxistipps profitieren.

Im Rotationssystem werden u.a. die Themen Rosseunterdrückung, Pyometra, Zwillingsträchtigkeit, Risikoträchtigkeit, Fetotomie, Paraphimose, Plugged ampullae, chirurgische Eingriffe am äußeren Genitale und forensische Fragestellungen wie Kastration, Mehrlingsgravidität, Nachgeburtsverhaltung und Rektumperforation gemeinsam erarbeitet.

Am Nachmittag werden in Gruppen am Patienten klinische Fälle aus dem Bereich der Gynäkologie u.a. Ovulationsstörungen, praxisnahe, weiterführende Endometritisdiagnostik in der Gestütsmedizin, hysteroskopische Eileiterspülung, Risikoträchtigkeit sowie die Scheidenplastik und die Dammriss-OP vorgestellt und Untersuchungstechniken von den Teilnehmern geübt.

 

Zeitplan, Referenten, Teilnahmegebühr und beantragte ATF-Stunden

Workshop "Embryotransfer und OPU-ICSI"

Das Seminar "Embryotransfer und OPU-ICSI" wird als integriertes Lernkonzept ("blended learning") angeboten. In diesem neuen Format erhalten die Teilnehmer im Vorfeld die Möglichkeit, Aufzeichnungen des Online Seminars "Biotechnologie des Kompaktkurs Gynäkologie des Pferdes 2021" und des englischsprachigen online Seminars "Comparison of success rates in embryotransfer and OPU-ICSI" anzuschauen. Dieses Wissen wird in der Präsenzveranstaltung vor Ort weiter vertieft und intensiv diskutiert.

Schwerpunkte des dreistündigen Präsenz-Workshops „Embryotransfer und OPU-ICSI“ am Freitagnachmittag, dem 27. Januar 2023 sind aktuelle Empfehlungen zum Embryotransfer sowie zum Ovum pick up (OPU) und zur Intra-zytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) aus Wissenschaft und Praxis. Im Anschluss an die Kurzvorträge mit viel Raum für die Diskussion mit erfahrenen Pferdegynäkologen werden in Kleingruppen Embryotransfer, OPU sowie die Embryonen- und Eizellbeurteilung und -verarbeitung demonstriert.

Zeitplan, Referenten, Teilnahmegebühr und beantragte ATF-Stunden